WO KOMMEN WIR HER ?
Die Wurzeln der Mennoniten liegen in der Reformationszeit. Täufer unterschiedlichster Prägung kämpften auf der Grundlage der neutestamentlichen Schriften für eine Reformation, die radikaler war als die eines Luther oder Zwingli: Menschen, die alles in der Kirche in Frage zu stellen bereit waren, wofür sie keine Begründung im NT zu finden glaubten. Das Lesen in der Bibel war von Beginn der Bewegung an das gemeinsame Suchen nach Wegen für ein Leben in der Nachfolge Christi.
WAS ZEICHNET UNS AUS ?
Die Taufe wird als bewusste Glaubensentscheidung betrachtet. Als zentrale neutestamentliche Bibelstelle gilt die Bergpredigt. Daraus resultieren u.a. der Verzicht auf Gewalt und die Eidesverweigerung (um a. keine konkurrierenden Bindungen einzugehen und b. zum Zeichen der Wahrhaftigkeit in jeder Situation). Eine klare Trennung von Kirche und Staat gilt als unabdingbar. Alle Gemeinden sind in Lehre und Lebensgestaltung autonom. Das Priestertum aller Gläubigen hat das paulinische Gemeindeverständnis zur Konsequenz, das besagt: jede/r diene mit ihren/seinen Gaben. Beim Abendmahl stehen die Erinnerung an Jesu Leben und Sterben und die Symbolik der Gemeinschaft im Vordergrund.
Das Selbstverständnis der MJN – So denken wir über uns
Die MJN versteht ihre überregionale Arbeit als biblisch orientiert.
Durch ihre Freizeiten begegnen sich Kinder, Jugenliche, (junge) Erwachsene und Familien.
Die MJN sieht ihre Veranstaltungen als Einladung an die Menschen, die sich in ihrer Freizeit an einem "christlichen" Miteinander beteiligen und einen Blick für Christsein im Alltag bekommen möchten.
Die mennonitische Arbeit zeichnet sich durch eine hierarchielose Arbeit aus, in der jeder aufgerufen ist, mitzureden und zu gestalten. Außerdem setzt sich die MJN mit der konkreten Umsetzbarkeit von Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit auseinander.
Freizeiten, Jugendwochenenden, Mitarbeitendentage sollen exemplarisch ein friedliches und verantwortliches Miteinander und ein Sich-auf-den-Weg-machen
darstellen, dessen Eindrücke im Alltag nachwirken können.
Text: Mitarbeiter der MJN, unter Quellen-Verwendung v. Martina Basso, Dr.Fernando Enns
Text in Bearbeitung